Steve Jobs 

6. Oktober 2011. Leben und Leute. Noch keine Kommentare

Heute zur Frühstückszeit hat mich die Nachricht vom Tode Steve Jobs’ ereilt — und mir einen dicken Kloß im Hals beschert. Was ich eigenartig fand, da ich nicht unbetroffener von dem Ereignis hätte sein können.

Die ganze Internet-Echokammer überschlägt sich heute mit Nachrufen und Lobgesängen auf Steve Jobs, und ich habe auch zunächst meinen Teil zur Verbreitung derselben über Facebook, Google+ und Twitter beigetragen.

Zum Beispiel fand ich diese Aussage sehr schön, denn so war’s auch bei mir:

“And there may be no greater tribute to Steve’s success than the fact that much of the world learned of his passing on a device he invented.”
Barack Obama

Mit der Zeit vernimmt aber nun auch die eine oder andere einsame Stimme, die zur Vernunft ruft, und die auch mich ernüchtert hat:

“I also remember when it was unthinkable that a platform vendor could dictate by fiat what applications they would and would not allow to run on their platform. I remember when the idea that a major company would wield bogus software patents to eliminate competitors was anathema.
How far we’ve come.”
Robert O’Callahan

Vergessen wir also nicht, dass wir um einen Tycoon trauern, der einen irrsinnig mächtigen Konzern geschmiedet hat, der allen seinen Geschäftspartnern — seien es Hardwarezulieferer oder Inhaltsanbieter — die Regeln diktiert, und der der Konkurrenz mit weltweiten Patentklagen den Marktzugang blockieren kann. Auch dieses Geschäftsgebaren ist ein Teil der Person Steve Jobs.


Leben in alten Gemäuern 

8. August 2011. Fotografie. 2 Kommentare

Sommer in Dresden – das heißt seit einigen Jahren auch: “Ostrale”,

die Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste Dresden.

Für die ca. zwei Monate der Ausstellung erwacht alljährlich der alte städtische Vieh- und Schlachthof im Ostragehege — erbaut 1910 vom Über(groß)vater der Dresdner Architektur Hans Erlwein — zu neuem Leben, und bietet damit nicht nur den Künstlern und ihren Werken Raum, sondern spielt selbst mit seinem morbiden Charme eine nicht unerhebliche Rolle.

Das Spektrum der ausgestellten Werke umfasst von Gemälden, Fotoarbeiten, über Skulpturen, bis zu Klang-, Licht- und Video-Installationen alles was das Herz des aufgeschlossenen Kunstfreundes erfreut.

Am letzten Wochenende — kühl und regnerisch wie sich der deutsche Sommer dieses Jahr zu geben beliebt — ergab sich für mich mit einem guten Freund und Blognachbarn die Gelegenheit eines ausgedehnten Besuchs der ehrwürdigen Hallen… über vier Stunden und viele hundert Fotos später (wobei 2/3 auf mich und meine Kamera entfielen) hatten wir den ersten Teil in den Futterställen und den Heuböden gesehen — für den “Fettschmelze” müssen wir nochmal wiederkommen. Kein Problem, die Karten behalten ihre Gültigkeit — die Aufteilung in zwei Besuche ist mehr die Regel als die Ausnahme.

Die Ostrale läuft noch bis zum 4.9.2011, ich lege sie jedem gern ans Herz.


Auf der BRN 2011 

19. Juni 2011. Leben und Leute. Noch keine Kommentare

Nun ist die BRN 2011 auch schon wieder (fast) Geschichte, und es ist an der Zeit für mich, mit einer Auswahl mehr oder weniger künstlerisch wertvoller Bilder einen Blick zurück zu werfen…

“In den Straßen der Neustadt”
(21 Bilder — Draufklicken zum Vergrößern)

Die Bilder stammen allesamt von meinem gut 7-stündigen Rundgang am Sonnabend Nachmittag, so lange der Kameraakku eben trug. Es dürfte sich ja inzwischen rumgesprochen haben, dass man tagsüber eine ganz andere BRN erleben kann, als man beispielsweise als junger nachtaktiver Student gewohnt sein dürfte. Die Straßen voller Kinder, privater Kaffee-und-Kuchen-, Bücher-, Spielzeug- oder Second-Hand-Stände. Es wuselt, es ist bunt, es ist einfach sympathisch und authentisch. Rechtzeitig bevor sich gegen 20-21 Uhr die Straßen so richtig füllen, ziehe ich es inzwischen vor zu gehen…